Bauchdeckenplastik

OP Dauer: 2,5 bis 3 Stunden
Narkose: Vollnarkose + Tumeszenz
Klinikaufenthalt: 1 bis 2 Nächte
Fadenentfernung: 14 bis 21 Tage nach OP
Sport: 6 bis 8 Wochen
Nachbehandlung: Kompressionsmieder für 4 bis 6 Wochen

Eine Erschlaffung der Bauchhaut kann durch Schwangerschaft, starke Gewichtsreduktion oder aber auch einfach genetisch bedingt sein. Ein kräftiges Muskeltraining hilft da nur bedingt, denn das schwache Bindegewebe lässt sich dadurch nur minimal beeinflussen. Eine in Falten hängende Bauchdecke kann auch bei intensiver sportlicher Betätigung noch schlaff über einer sonst festen Muskelschicht hängen. Oft weist die Bauchhaut Risse, sogenannte Striae auf. Dies ist ein Zeichen für die irreversible Erschlaffung des Bindegewebes. Neben den Figurproblemen in Bikini und enger Kleidung stört medizinisch eine starke Schweißneigung in der oberhalb der Schamgegend durch hängendes Gewebe gebildeten Hautfalte. Diese Hautzone neigt zu häufiger Rötung und Entzündung. Oft ist auch der Schamhügel unvorteilhaft vergrößert und vorgewölbt. Viele Frauen wagen sich nicht mehr in Badekleidung an den Strand; die männlichen Patienten stört ein Rutschen des Hosenbundes, da auch kein Gürtel zum rechten Sitz verhelfen kann.

Eine  Korrektur dieser unschönen Veränderungen kann durch eine Bauchdeckenstraffung erfolgen. Auch hierbei gibt es je nach Ausmaß der Hauterschlaffung eine Minimal- und eine Maximalvariante. Der Hautüberschuss muss beseitigt werden. Dazu wird am Unterbauch im Bereich der Schambehaarung, der so genannten Bikinizone,  über einen  bogenförmiger Hautschnitt die Haut über dem Muskel nach oben bis zum Rippenbogen abgelöst und der Bauchnabel ausgeschnitten. Danach kann die Bauchhaut nach unten gestrafft  und der Nabel in der Mittellinie wieder eingenäht werden. In den meisten Fällen wird damit die gesamte, überdehnte Haut des Unterbauches entfernt. Die Wunde wird verschlossen. Wunddrainagen sichern den Abfluss von Wundsekret. Bei Fettpolstern kombinieren wir die Operation gleichzeitig mit einer Fettabsaugung am Oberbauch und in der Taille.

Die Mini-Bauchdeckenstraffung erfolgt über einen kleinen bogenförmigen Schnitt am Unterbauch. Der Bauchnabel muß dabei nicht versetzt werden, da die Straffung hauptsächlich das Gewebe unterhalb des Nabels betrifft. Dieser Eingriff kann im Dämmerschlaf mit lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Sie erkaufen sich die glatte und verbesserte Körperkontur durch eine größere Narbe, deren Länge abhängig vom Befund ist und nach maximal  einem Jahr nur noch wenig auffällt. Sie liegt außerdem im wenig sichtbaren Bikinibereich. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist die Qualität der Haut. Die Haut am Unterbauch  mit den Dehnungsstreifen wird entfernt, die meist glatte Haut des Oberbauches wird über den ganzen Bauch gestrafft und ergibt eine glatte Kontur. Bei  Rauchern ist die Haut oft unelastisch, die Durchblutung ist eingeschränkt und führt häufiger zu Wundheilungsstörungen.

Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 24 bis 48 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind Sie eingeschränkt belastbar, können  sich ausreichend   bewegen und Ihren Haushalt eigenständig versorgen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einer Kompressionsbandage aus, die Sie mindestens 4 bis 6 Wochen tragen sollten. Nach 2 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und  arbeitsfähig. Voll belastbar, z.B. für Sport, sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 6 bis 8 Wochen. Wir empfehlen außerdem eine sehr intensive Hautpflege. Realistisch zu erwartende Ergebnisse, Komplikationen und Risiken müssen ausführlich durch den Operateur erläutert werden.

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