Schweißdrüsenabsaugung
Narkose: Dämmerschlaf/ örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: ambulant
Nachbehandlung: 2 Tage Kühlung, 1 Woche Schonung
Sport: 2 bis 3 Wochen
Die über die Norm gesteigerte Schweißsekretion ist für die Betroffenen nicht nur eine psychische Belastung, sondern führt häufig auch zu Benachteiligungen in Beruf, Partnerwahl, Gesellschaftsfähigkeit und Sport. Lange wurde nach wirksamen Behandlungsmaßnahmen gesucht. Vielfach wird den Leidgeplagten auch noch aus Unkenntnis mangelnde Hygiene unterstellt. Aber auch aggressive Therapien wie z.B. die operative Entfernung des Achselhöhlengewebes, Hautverpflanzungen, Ablösung der Haut von ihrer Unterlage mittels sichelartiger Messer wurden (und werden immer noch) versucht. Entsprechend heftig sind die Nebenwirkungen und Komplikationen (flächenhafte Narbenbildung, Wundheilungsstörungen u.a.), so dass letztlich das Resultat nicht besser ist als die behandelte Grunderkrankung.
Zwei Verfahren haben sich als wirksam und risikoarm erwiesen:
Die operative Behandlung mit Absaugung des Unterhautfettgewebes, möglichst hautnah in der Region in der die Schweißdrüsen angesiedelt sind kombiniert mit einer Kürettage (mechanisches Ausräumen bzw. Entfernen der Schweißdrüsen von 2-3 kleinen (ca. 4 mm großen) Einstichstellen aus. Es ist ein dauerhafter Erfolg der Behandlung der Achsel-Schweißdrüsen durch die Operation zu erwarten. Diese ist ambulant und in örtlicher Betäubung durchführbar. In 85 % der Fälle ist die Therapie erfolgreich, es gibt jedoch auch Therapieversager in einer Größenordnung von ca. 15%.
Die medikamentöse Behandlung umfaßt das lokale Einspritzen von Nervenblockern (Botulinumtoxin A). Limitierte Wirkungsdauer von ca. 4 bis 6 Monaten. Die Therapie hilft eher an Händen und Füßen und muß regelmäßig wiederholt werden (etwa 2 mal pro Jahr).
Mit einem einfachen Test wird der durch die Haut austretende Schweiß sichtbar gemacht. Der behandlungspflichtige Hautbezirk kann so exakt eingegrenzt werden. Bereits 12 Stunden nach der Operation bestehen wieder reizlose, schmerzfreie Wundverhältnisse und bereits ab dem ersten Tag nach der Operation darf wieder geduscht werden.
