Rückenstraffung

OP-Dauer: ca. 3 Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 2 Tage
Nachbehandlung: 2 Wochen Schonung, 8 Wochen Kompressionsbandage    
Sport: nach 8 bis 12 Wochen

Die altersbedingte Lockerung des Bindegewebes unter der Haut führt zu einem Absinken der Weichteile, es bilden sich Falten. Oft sind in diesen Falten Fettpolster eingelagert. Diese
bogenförmigen Falten werden von einigen Patienten oft als „Tannenbaum“ empfunden und beschrieben. Es ist ein rein ästhetisches Problem.

In Narkose wird zunächst die gesamte Fläche mit einer Tumeszenzlösung infiltriert. Dadurch werden die Blutungsneigung während der Operation und die Schmerzempfindung danach eingeschränkt. Der Hautüberschuss muss beseitigt werden. Dazu wird über einen Hautschnitt am Oberrand der Gesäßbacken die Haut vom Rücken nach unten sowie die Haut der Gesäßbacken nach oben gestrafft. Die überschüssige Haut wird entfernt und die verbleibende Haut in Schichten über Wunddrainagen verschlossen. Es entsteht eine große, bogenförmige Narbe am Rücken, die aber nach der Wundheilung abblasst und wenig sichtbar ist. Meistens wird die Rückenstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert.

Sei erkaufen sich die glatte und verbesserte Körperformung durch eine große Narbe. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist die Qualität der Haut. Eine weiche Haut lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Die Haut ist oft unelastisch, die Durchblutung eingeschränkt und Wundheilungsstörungen treten häufiger auf. Eine Rückenstraffung kann mit einer Bauchdeckenstraffung kombiniert werden. Dann sprechen wir von einem Bodylift.

Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind Sie noch eingeschränkt belastbar, können sich aber eigenständig bewegen und Ihren Haushalt eigenständig versorgen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einer Kompressionsbandage aus, die Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 2 bis 3 Wochen sind Sie weitgehend beschwerdefrei und arbeitsfähig. Voll belastbar, z.B. für Sport, sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 8 bis 12 Wochen. Wir empfehlen außerdem eine sehr intensive Hautpflege.

Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Bei einer geschädigten Haut können Wundheilungsstörungen auftreten. Durchblutungsstörungen  sind bei den modernen Operationstechniken extrem selten. Ebenso selten treten überschießende Narbenbildungen auf. Die Komplikationsrate ist bei starken Rauchern höher.

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