Brustverkleinerung
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 2 Nächte
Fadenentfernung: 10 bis 12 Tage nach OP
Sport: 4 bis 6 Wochen
Nachbehandlung: Kompressionsbustier für 4 bis 6 Wochen
Die Größe der Brüste ist überwiegend erblich bedingt. Außerdem können hormonelle Umstellungen im Zusammenhang mit Schwangerschaften oder die Wechseljahre zu einer weiteren Gewichts- und Volumenzunahme der Brüste führen. Dadurch leidet nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild, es treten in der Folge Beschwerden der Wirbelsäule und durch die Reibungsflächen der Haut an den Unterflächen Entzündungen auf.
Eine Brustverkleinerung bietet eine Lösung für funktionelle und ästhetische Probleme, die mit einer zu großen Brust verbunden sind. Die Beschwerden treffen Frauen in verschiedenen Lebensabschnitten. Deshalb ist dies ein Eingriff mit großer Patientenakzeptanz und -zufriedenheit. Frauen, die sich für diese Operation entscheiden, haben in der Regel diese Entscheidung gut überlegt und sind durch den Wunsch auf eine kleinere Brust hoch motiviert.Von den zahlreichen Operationsverfahren bevorzugen wir Techniken mit einer möglichst kleinen Narbe, die um den Warzenhof und von dort nur etwa 7 cm senkrecht bis kurz vor der Umschlagfalte liegt. Der Warzenhof muss nach oben verlagert werden. Dazu wird nur die Oberhaut entfernt und die Lederhaut mit den für Sensibilität und Durchblutung des Warzenhofes wichtigen Nerven und Blutgefäßen geschont. Der Drüsenkörper wird in den unteren Quadranten verkleinert, neu modelliert und am Brustmuskel fixiert (Mastopexie), um die Brustform zu stabilisieren. Wir bilden einen so genannten "inneren BH". Wunddrainagen werden zur Vermeidung von Flüssigkeitsretentionen eingelegt und der Warzenhof mit einer kosmetischen Naht verschlossen. Die Wunde an der Unterfläche der Brust wird mit einer raffenden Naht der Lederhaut zur Verkleinerung der Narbe und einer kosmetischen Naht der Oberhaut verschlossen. In einem individuellen Gespräch werden Fragen wie Brustgröße, Brustform, Narben, Empfindungen und Stillfähigkeit besprochen.
Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 Stunden in unserer stationären Behandlung. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einem Kompressions-Bustier aus, das Sie mindestens 6 bis 8 Wochen tragen sollten. Nach 2 Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und arbeitsfähig. Voll belastbar sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach 6 bis 8 Wochen.
Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Eine Wundinfektion ist bei der geschädigten Haut häufiger und kann zu breiteren Narben oder einer Wundheilungsstörung führen.
