Bodylifting

OP-Dauer: 5 – 6  Stunden
Narkose: Vollnarkose + örtliche Betäubung
Klinikaufenthalt: 3 Tage
Nachbehandlung: 2 Wochen Schonung, 4 Wochen Belastungseinschränkungen, Kompressionsbandage ca. 8 Wochen
Sport: nach 12 Wochen

Nach einem  extremen Gewichtsverlust kann eine Hautstraffung des ganzen Rumpfes angeraten sein. Dann sollten Sie über ein Bodylift nachdenken. Das ist eine Kombination einer Rücken- und einer Bauchdeckenstraffung, seltener auch mit einer Bruststraffung. Der Vorteil besteht in einer gleichzeitigen Korrektur des ganzen Rumpfes bei einer Erschlaffung von Haut und Bindegewebe in einer Operation.

Die längere Operationsdauer führt zu einer größeren Belastung des Körpers. Deshalb ist die Auswahl der Patienten zur Einschränkung von Komplikationen besonders wichtig. In Narkose wird zunächst  die gesamte Fläche mit einer Tumeszenzlösung infiltriert. Dadurch werden die Blutungsneigung während der Operation und die Schmerzempfindung danach eingeschränkt.  Der Hautüberschuss muss beseitigt werden. Dazu wird über  einen   Hautschnitt am Oberrand der Gesäßbacken, der  nach vorn über den Bauch im Bikinibereich fortgesetzt wird, die Haut gestrafft (am Rücken nach unten, die Pobacken nach oben, am Bauch nach unten). Die überschüssige Haut wird entfernt. Am Bauch wird der Nabel versetzt und neu eingenäht,  die Haut in Schichten über Wunddrainagen verschlossen. Es entsteht eine große, zirkuläre Narbe an Rücken und Bauch, die nach der Wundheilung abblasst und wenig sichtbar ist. Meistens wird die Operation mit einer Fettabsaugung kombiniert.

Bei gesunden Personen und guten Hautverhältnissen sind die Ergebnisse sehr gut. Eine weiche, gut durchblutete Haut lässt sich gut modellieren. Anders ist die Situation bei Rauchern. Dann ist die Haut oft unelastisch, die Durchblutung ist eingeschränkt und führt häufiger zu Wundheilungsstörungen. Kleine Korrekturen zur Optimierung des Ergebnisses sind bei der großen Operation in etwa 5 % der Fälle notwendig.

Zur Erhöhung der Sicherheit in der unmittelbaren Phase nach der Operation verbleiben Sie für 48 bis 72 Stunden in unserer stationären Behandlung. Danach sind Sie noch eingeschränkt belastbar, können sich aber bewegen und Ihren Haushalt eigenständig versorgen. Wir statten Sie vor der Entlassung mit einer Kompressionsbandage aus, die Sie mindestens 8 Wochen tragen sollten. Nach 3 bis 4  Wochen sind Sie im Allgemeinen weitgehend beschwerdefrei und  arbeitsfähig. Voll belastbar, z.B. für Sport, sind Sie bei einem komplikationslosen Verlauf nach  12 Wochen.

Nach Abschluss der Wundheilung steht intensive Haut- und Narbenpflege im Vordergrund. Durch die  Ausdehnung und Dauer der Operation ist die Möglichkeit von Komplikationen erhöht. Wir führen zur Vermeidung seltener, aber gravierender Komplikationen grundsätzlich eine Thrombose- und eine Antibiotikaprophylaxe durch. Bei einer geschädigten Haut können Wundheilungsstörungen auftreten. Durchblutungsstörungen sind bei den modernen Operationstechniken extrem selten. Ebenso selten treten überschießende Narbenbildungen auf.

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