Oberarmstraffung
Narkose: örtliche Betäubung oder Vollnarkose
Klinikaufenthalt: Ambulant/1 Nacht
Fadenzug: nach 3 Wochen
Nachbehandlung: 2 Wochen Schonung, 6 Wochen Kompression
Sport: nach 6 Wochen
Die typischen Veränderungen an den Oberarmen mit Bildung von Fettpolstern sind oft erblich bedingt. Besonders sichtbar wird dieser Befund durch eine zunehmende Erschlaffung der Haut.
Dann lassen Sie sich bei uns über die operativen Möglichkeiten beraten:
- Ein geringer Hautüberschuss kann bei der Fettabsaugung (Liposuktion) durch den Straffungsprozess beseitigt werden.
- Bei einem größeren Hautüberschuss ist eine zusätzliche operative Straffung in der Achselhöhle möglich.
- Bei extremer Erschlaffung der Haut führen wir eine spindelförmige Hautentfernung von der Achselhöhle bis zum Ellenbogen durch. Es verbleibt eine lange Narbe, die aber bei angelegtem Oberarm wenig sichtbar ist und innerhalb eines Jahres verblasst.
Wir führen die Operation in Narkose durch. Zunächst wird über kleine Einstiche in der Achselhöhle und am Ellenbogen die Tumeszenzlösung eingespritzt und nach einer
Einwirkungszeit von etwa 45 Minuten das Fett abgesaugt. Je nach den Festlegungen im Aufklärungsgespräch wird die kleinere Form der Straffung in der Achselhöhle oder der lange Längsschnitt durchgeführt. In beiden Fällen wird zur Vermeidung breiter Narben die Lederhaut mit einer stabilen Naht über einer einlegten Drainage vernäht und mit einer kosmetischen Naht überdeckt. Pflasterstreifen entlasten die Wunde zusätzlich.
Eine alleinige Fettabsaugung ist meist unzureichend, eine Straffung in der Achselhöhle ist oft ein Kompromiss. Bei der zirkulären Straffung des gesamten Oberarmes entsteht eine längere Narbe. Trotzdem kann der Befund deutlich verbessert werden.
Unmittelbar nach der Operation legen wir eine Kompressionsbandage an, die Sie mindestens 6 Wochen ununterbrochen tragen sollten. Während der unmittelbaren Heilungsphase von etwa 2 Wochen vermeiden Sie bitte stärkere oder längere Belastungen der Arme. Eine intensive Hautpflege für die Verbesserung der eingeschränkten Elastizität ist wichtig.
Kleinere Blutergüsse treten häufiger auf, Nachblutungen sind selten. Ebenfalls selten sind Lagerungsschäden durch Druck auf die Nerven, die sich in den meisten Fällen spontan zurück bilden. Bei dickem, schlaffem Gewebe können Wundheilungsstörungen auftreten. Eine überschießende Narbenbildung ist möglich. Auch eine Thrombose ist nicht auszuschließen.
